Unsere Geschichte
Warum wir buezli.app gebaut haben und selbst unser erster Kunde sind
Wie eine angekündigte Verzehnfachung unserer Harvest-Kosten zum Anlass wurde, ein schlankes Bürotool für kleine Dienstleistungsbetriebe zu bauen.
Wir haben buezli.app nicht aus einer Marktstudie gebaut. Wir brauchten es selbst.
Codegestalt ist ein kleiner Dienstleistungsbetrieb. Wir arbeiten an Kundenprojekten, erfassen Zeit, schreiben Offerten und stellen Rechnungen. Lange nutzten wir Harvest für einen Teil dieses Ablaufs. Das funktionierte – bis unsere angekündigten jährlichen Kosten innerhalb von drei Tagen von ungefähr 200 auf ungefähr 2’000 steigen sollten. Für unseren konkreten Account entsprach das etwa einer Verzehnfachung.
Das ist kein allgemeiner Preisvergleich mit Harvest und keine Aussage darüber, was andere Kundinnen und Kunden bezahlen. Es ist die Verlängerungssituation, die uns persönlich vorgelegt wurde. Sie zwang uns zu einer einfachen Frage: Welche Funktionen nutzen wir tatsächlich – und wie viel Komplexität wollen wir dafür mittragen?
Wir brauchten kein kleineres ERP
Unsere Liste war erstaunlich kurz:
- Kunden und Kontakte ordentlich verwalten;
- Projekte, Aufgaben und Teamzuweisungen überblicken;
- Dauer statt laufender Stoppuhr erfassen;
- verrechenbare und interne Zeit unterscheiden;
- Offerten und wiederkehrende Leistungen abbilden;
- saubere Rechnungen mit Schweizer QR-Zahlteil erstellen;
- PDFs und Kundenlinks versenden;
- Zahlungen und offene Beträge nachvollziehen.
Wir brauchten keine Plattform, die jede denkbare Organisation abbildet. Wir brauchten ein gutes Werkzeug für kleine Unternehmen, in denen Kundenarbeit und Administration oft am selben Pult landen.
«Tenant zero» ohne Sonderweg
Codegestalt ist der erste echte Arbeitsbereich in buezli.app – unser sogenannter Tenant zero. Das bedeutet nicht, dass wir einen internen Sondermodus besitzen. Wir nutzen dieselben Oberflächen, Regeln und Abläufe wie jeder andere Betrieb.
Wenn ein Rechnungsschritt umständlich ist, erleben wir ihn selbst. Wenn eine Wochenübersicht eine Frage nicht beantwortet, merken wir das in unserer eigenen Projektarbeit. Wenn eine PDF nicht sauber aussieht, würde sie an unseren Kunden gehen. Diese Nähe ist kein Ersatz für Rückmeldungen anderer Unternehmen, aber sie verhindert, dass das Produkt nur auf Präsentationsfolien funktioniert.
Das Produkt musste zuerst unsere Arbeit tragen
Noch vor dem öffentlichen Start haben wir mit buezli.app mehr als zehn echte Kundenrechnungen versendet. Heute verwalten wir unsere Projekte darin und erfassen die geleistete Zeit direkt im selben Arbeitsbereich.
Diese Nutzung hat den Umfang geschärft. Eine Rechnung muss als Entwurf korrigierbar bleiben. Projektzeit und Rechnungsmenge dürfen sich unterscheiden. Nicht verrechenbare Arbeit darf nicht verschwinden. Eine Schweizer QR-Rechnung muss technisch stimmen, aber trotzdem Teil eines verständlichen Dokuments sein. Und historische Daten müssen ihren Zusammenhang behalten.
Die wichtigste Produktentscheidung war deshalb nicht eine neue Funktion. Es war die Entscheidung, konsequent wegzulassen, was unseren täglichen Weg von der Arbeit zur bezahlten Rechnung nicht verbessert.
Für wen wir buezli.app bauen
buezli.app richtet sich an Einzelfirmen, Selbstständige, Agenturen, Beratungen und kleine Dienstleistungsteams. Nicht nur an Unternehmen in der Schweiz – aber mit Schweizer Wurzeln und Funktionen wie QR-Rechnung und MWST dort, wo sie gebraucht werden.
Wir glauben nicht, dass klein gleichbedeutend mit simpel oder unprofessionell ist. Kleine Betriebe brauchen verlässliche Rechnungen, nachvollziehbare Zeitdaten und sorgfältigen Datenschutz. Sie brauchen nur nicht zwingend die Organisationsstruktur und den Funktionskatalog eines grossen ERP.
Was «schlank» für uns bedeutet
Schlank heisst nicht unfertig. Es bedeutet:
- ein zusammenhängender Kern statt vieler halb genutzter Module;
- klare Sprache statt Konfigurationsjargon;
- nachvollziehbare Preise statt überraschender Sprünge;
- dieselben Produktwege für uns und unsere Kundschaft;
- Erweiterungen erst dann, wenn ein echter Arbeitsablauf sie braucht.
Darum kostet buezli.app nach einer 30-tägigen Testphase ohne Kreditkarte CHF 99 pro aktivem Benutzer und Jahr. Der Preis ist öffentlich, der Standardvertrag jährlich und das Produkt bewusst für kleine Teams dimensioniert.
Was als Nächstes kommt
Unser eigener Betrieb bleibt der erste Härtetest, aber nicht der einzige Massstab. Andere Firmen haben andere Rechnungsabläufe, Sprachen und Gewohnheiten. Wir wollen diese Unterschiede verstehen, ohne daraus wieder einen Werkzeugkeller zu bauen.
Die Leitfrage bleibt dieselbe, die durch unsere damalige Verlängerung ausgelöst wurde: Hilft diese Funktion einem kleinen Betrieb, weniger Zeit mit Administration und mehr Zeit mit guter Arbeit zu verbringen?
Wenn die Antwort nicht klar Ja lautet, warten wir lieber.