QR-Rechnung: wie wir sie in buezli.app erstellen und was wir prüfen

Was im QR-Zahlteil unserer eigenen Rechnungen steht, welches Konto zu welcher Referenz gehört, was sich im November 2026 für EUR ändert und welche Checkliste wir vor dem Versand nutzen.

Aktualisiert am 9. Oktober 2026 8 Minuten Lesezeit

Wir verschicken unsere eigenen Rechnungen mit buezli.app, jede mit einem QR-Zahlteil, den unsere Kundschaft mit der Banking-App scannt.

Dieser Artikel zeigt, wie buezli.app diesen Zahlteil aufbaut, welche Regeln hinter den einzelnen Feldern stehen und welche Checkliste wir vor dem Versand verwenden. Die Screenshots zeigen buezli.app mit Beispieldaten, nicht mit echter Kundschaft.

Stand 9. Oktober 2026: Neue QR-Rechnungen folgen den Implementation Guidelines 2.3 von SIX. Strukturierte Adressen sind seit dem 22. November 2025 Pflicht. Ab dem 14. November 2026 gilt Version 2.4: Für CHF ändert sich nichts, EUR-QR-Rechnungen dürfen dann nur noch eine normale IBAN mit Creditor Reference oder ohne Referenz verwenden.

So sieht der Zahlteil aus

Der QR-Zahlteil unten auf einer Rechnung aus buezli.app: Empfangsschein links, Zahlteil mit Swiss QR Code rechts
Der untere Teil einer PDF-Rechnung aus buezli.app. Der Text neben dem Code wiederholt, was im Code steht.

Der Abschnitt ist 210 × 105 mm gross und hat zwei Teile. Der schmale Empfangsschein links (62 mm) ist für alle, die noch am Schalter einzahlen. Der Zahlteil rechts (148 mm) trägt den Swiss QR Code, immer in 46 × 46 mm und mit dem Schweizerkreuz in der Mitte.

Alles, was im Code steht, ist auch als Text abgedruckt: Konto, Zahlungsempfänger, Referenz, Betrag und, falls bekannt, wer bezahlt. So kann die Kundin prüfen, was ihre Banking-App gelesen hat, oder die Angaben von Hand eintippen. Über dem Abschnitt druckt das PDF eine Trennlinie und den Hinweis «Vor der Einzahlung abzutrennen», den SIX verlangt, sobald ein Zahlteil ausgedruckt werden könnte.

Woher die Angaben kommen

Einstellungen des Arbeitsbereichs in buezli.app mit IBAN, Kontoinhaber und strukturierter Rechnungsadresse
Die Kontoangaben stammen aus den Einstellungen des Arbeitsbereichs.

Die Seite des Zahlungsempfängers kommt aus den Einstellungen: IBAN, Kontoinhaber und Rechnungsadresse, gespeichert in getrennten Feldern für Strasse, PLZ, Ort und Land. buezli.app fügt nur dann einen Zahlteil an, wenn all das ausgefüllt ist, das Konto in der Schweiz liegt und die Rechnung in CHF ausgestellt ist.

Beim Versand übernimmt buezli.app diese Angaben auf die Rechnung. Wechselst du später die Bank, behalten bereits versendete Rechnungen das Konto, mit dem sie verschickt wurden.

Der Betrag im Zahlteil ist der noch offene Betrag, nicht das ursprüngliche Total. Bezahlt eine Kundin die Hälfte, zeigt das nächste PDF die andere Hälfte. Ist die Rechnung vollständig bezahlt, verschwindet der Zahlteil.

QR-IBAN oder normale IBAN: Die Referenz folgt dem Konto

Konto Referenz Was buezli.app macht
QR-IBAN QR-Referenz (QRR), 27 Ziffern Erzeugt pro Rechnung eine eindeutige Nummer mit Prüfziffer nach Modulo 10
Normale IBAN Creditor Reference (SCOR), beginnt mit RF Bildet sie aus der Rechnungsnummer, inklusive Prüfziffern
Normale IBAN Ohne Referenz (NON) Auf unseren Rechnungen nicht verwendet; der Gratis-Generator unterstützt es

Die Kombination ist durch den Standard vorgegeben. Eine QR-Referenz funktioniert nur mit einer QR-IBAN, eine Creditor Reference nur mit einer normalen IBAN. Wer sie vermischt, bekommt den Zahlteil von der Banking-App zurückgewiesen.

Eine QR-IBAN erkennst du an ihrem Bankteil: Die Stellen 5 bis 9 ergeben eine Zahl zwischen 30000 und 31999. Genau das prüft buezli.app und wählt den passenden Referenztyp, du musst ihn also nie selbst auswählen. Die QR-IBAN bekommst du von deiner Bank, die auch festlegt, wie Zahlungen mit QR-Referenz gemeldet werden. Frag sie also, bevor du wechselst.

Ein Zahlteil mit normaler IBAN und RF-Referenz
Eine ältere Rechnung desselben Betriebs, versendet, als er noch eine normale IBAN nutzte: Creditor Reference RF27 1041.

Dieser Betrieb ist später auf eine QR-IBAN umgestiegen. Die Rechnung oben zeigt trotzdem noch die normale IBAN und ihre RF-Referenz, weil versendete Rechnungen die Bankangaben behalten, mit denen sie verschickt wurden.

Die Online-Rechnung in buezli.app mit QR-Code, Konto und Referenz
Die Online-Rechnung, die deine Kundin öffnet, zeigt denselben QR-Code, dasselbe Konto und dieselbe Referenz wie das PDF.

Strukturierte Adressen

Seit dem 22. November 2025 dürfen neue QR-Codes nur noch strukturierte Adressen enthalten: Name, Strasse, Hausnummer, PLZ, Ort und zweistelliger Ländercode in getrennten Feldern. Zusammengefasste Adresszeilen werden nicht mehr akzeptiert.

Für den Zahlungsempfänger ist das in buezli.app nie ein Problem, weil die Einstellungen nur strukturierte Felder kennen. Bei der Kundschaft kann es eines sein. Der Zahlungspflichtige ist im QR-Code optional. Kann buezli.app eine Kundenadresse nicht als Strasse, PLZ und Ort lesen, lässt es die Kundin im Code weg, statt zu raten.

EUR-Rechnungen und die Änderung am 14. November 2026

Version 2.4 der Richtlinien erlaubt die QR-IBAN mit QR-Referenz nur noch in CHF. Ab dem 14. November 2026 verwendet eine EUR-QR-Rechnung eine normale IBAN mit Creditor Reference oder ohne Referenz. Laut SIX braucht es für CHF keine Anpassung, und die Banken akzeptieren Version 2.3 noch bis November 2027.

Unsere Rechnungen erhalten nur in CHF einen QR-Zahlteil. EUR-Rechnungen aus buezli.app enthalten die Bankverbindung als Text. Unser Gratis-Generator für QR-Rechnungen kann EUR, und er lehnt eine QR-IBAN zusammen mit EUR schon heute ab.

Der QR-Code ersetzt die Rechnung nicht

Ein korrekter Zahlteil sagt nichts darüber aus, ob die Rechnung selbst vollständig ist. Bist du mehrwertsteuerpflichtig, verlangt Artikel 26 des Mehrwertsteuergesetzes unter anderem:

  • deinen Namen, Ort und deine MWST-Nummer, zum Beispiel CHE-123.456.789 MWST;
  • Name und Ort der Kundschaft;
  • Datum oder Zeitraum der Leistung;
  • Art, Gegenstand und Umfang der Leistung;
  • das Entgelt, den Steuersatz und den Steuerbetrag.

Bist du nicht registriert, weise keine MWST aus. Wer MWST ausweist, ohne registriert zu sein, kann den ausgewiesenen Betrag schulden. Die aktuellen Sätze stehen auf der Seite der Eidgenössischen Steuerverwaltung: 8,1 % Normalsatz, 2,6 % reduzierter Satz und 3,8 % für Beherbergung.

So testest du einen Zahlteil

Einem QR-Code sieht man seine Prüfziffern nicht an. Ob du Zahlteile selbst baust oder eine Software nutzt, drei Prüfungen finden die meisten Fehler:

  1. Schneide den QR-Code aus einem Test-PDF als Bild aus und lade ihn ins Validierungsportal, das SIX verlinkt. Es prüft den Code gegen die Richtlinien. Verwende nur erfundene Daten; die Nutzungsbedingungen verbieten echte Kundendaten.
  2. Scanne dasselbe PDF mit den Banking-Apps, die deine Kundschaft tatsächlich nutzt.
  3. Drucke es in 100 % aus und prüfe, ob Trennlinie, der 46-mm-Code und der Empfangsschein am richtigen Ort sind.

Das Portal prüft den Code, nicht das Layout der Rechnung und nicht deine MWST-Angaben.

Ohne Konto ausprobieren

Der Gratis-Generator für QR-Rechnungen auf buezli.app mit Beispieldaten
Der Gratis-Generator verwendet dieselben QR-Regeln wie die Rechnungen in buezli.app.

Brauchst du nur einen einzelnen Zahlteil, erstellt der Gratis-Generator für QR-Rechnungen ein PDF in CHF oder EUR, ohne Anmeldung. Er prüft IBAN, Referenz und die CHF-Regel für QR-IBANs, bevor er den Code erzeugt.

Checkliste vor dem Versand

Grenzen dieses Artikels

Das sind allgemeine Informationen, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Grenzüberschreitende Leistungen, Steuerausnahmen, Gutschriften und mehrere Steuersätze auf einer Rechnung können zusätzliche Regeln auslösen. Kläre unklare Fälle mit der Eidgenössischen Steuerverwaltung oder einer Treuhänderin und bestätige QR-IBAN-Details mit deiner Bank.

Quellen

SIX QR-Rechnung, Implementation Guidelines 2.3 und 2.4, der Style Guide von SIX, die Anleitung zum Validierungsportal, Artikel 26–27 MWSTG und der Leitfaden zur Rechnungsstellung des Bundes.

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